Distanz: 25,1 KM
Unterkunft Frómista: Albergue Municipal de Peregrinos
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| Das Convento de Santa Clara in der Morgensonne |
Die Tau-Kreuze vom Convento de Santa Clara ließen mir keine Ruhe. Obwohl der "Klostershop" erst um 10.00 aufmachen würde, also zu einem Zeitpunkt, wo ein Pilger leicht schon 2 Stunden auf dem Camino sein würde, musste ich noch dorthin. Es war ein strahlend schöner Tag heute. Ich verabschiedete mich von Helena und Hakan. Sie meinen noch, auch gern eines der Kreuze haben zu wollen, jedoch nicht die Geduld dafür aufbringen zu wollen. So laufe ich an jenem Morgen als einziger Pilger in Richtung Osten auf das wunderbar idyllisch gelegene Kloster zu. Die Stimmung heute Morgen ist besonders schön, die traumhafte Landschaft tut das ihrige dazu. Als ich gegen 08.00 beim Kloster ankomme, ist keine Menschenseele zu sehen, es stehen jedoch 2 Autos vor der Anmeldepforte. Ich betrete die Kirche, wo sich die Nonnen gerade zum Morgengebet versammelt haben. Ich bin der einzige "Gast" im Gotteshaus und lausche dem Gesang. Bereits nach einer halben Stunde ziehen sich die ehrwürdigen Schwestern wieder zurück. Ich sehe meine Chance gekommen und spreche eine betagte Schwester vor der Pforte an. Sie versteht sofort was ich will und so kann ich 10 Tau- oder auch Pilgerkreuze erstehen. Ich möchte meiner Familie und Freunden welche mitnehmen, damit sie sich früher oder später auch einmal auf Pilgerschaft begeben können. Ich bin froh, nicht bis 10.00 gewartet haben zu müssen und mache mich umgehend wieder auf den Weg.
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| Die unendlich wirkende Meseta |
Wir sollten uns in Frómista wiedersehen. Auch eine Gruppe von 4 jungen Damen aus den USA bzw. Kanada, die miteinander den Camino liefen und die ich kurz vor Frómista kennenlernen konnte. Es waren heute nur 25 Kilometer. Irgendwie hat es sich halt so ergeben. Die Bekanntschaften freuen mich sehr und ich genoss es, ein kühles Bier im Freien trinken zu können. Eine Bodega war unmittelbar neben der Herberge. Bald waren wir eine größere Gruppe und unterhielten uns prächtig. Die Tatsache, dass ich heute nicht sehr viele Kilometer machte führte dazu, dass viele Pilger, die gestern ebenfalls in Castrojeriz übernachtet hatten, heute in Frómista nächtigen sollten. Es war quasi eine logische, nicht all zu ambitionierte Etappe heute. Attila hatte heute 2 Ungarinnen kennengelernt und schien besonders an der jüngeren Gefallen gefunden zu haben. Sie sollten ebenfalls in unserer Herberge übernachten. Der kleine Ungar sollte mir auch auf meinen letzten Camino-Kilometern immer wieder begegnen.


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